VERSCHOBEN AUF 2022

Kernthema der Tagung sind die Steindenkmäler der römischen Provinzen in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen als Bestandteile von architektonischen und skulpturalen Ensembles oder als Inschriftträger. Die Denkmäler sollen dabei möglichst in der gesamten Bandbreite ihrer Aussagekraft beleuchtet und in ihren kulturgeschichtlichen Kontext gestellt werden. Die methodische, chronologische und geographische Erweiterung des Untersuchungsfeldes ist ausdrücklich erwünscht, sofern sie dem vertieften Verständnis des Kernthemas dient.

Ziel der Veranstaltung ist es, den integrativen Ansatz in der Erforschung der provinzialrömischen Steindenkmäler zu fördern, indem neue Untersuchungsmethoden vorgestellt und diskutiert, spätantike Übergangsprozesse einbezogen und Randzonen des Römischen Reichs bevorzugt beachtet werden. Andere Fundgattungen, beispielsweise Bronzen oder Münzen, sollen berücksichtigt werden, wenn sie neue Aspekte zum Kernthema beitragen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind eingeladen, ihre Präsentationen und Diskussionen an einem der folgenden Schwerpunktthemen zu orientieren:

– Neue Methoden der Analyse, Darstellung und Auswertung von antiken Steindenkmälern
Im Mittelpunkt stehen der wissenschaftliche Mehrwert und die Perspektiven, die der verstärkte Einsatz naturwissenschaftlicher Untersuchungsmethoden und die Anwendung neuer Technologien bei der Erfassung, Dokumentation und Darstellung von Steindenkmälern bieten.

– Spätantike Monumente
Gefragt wird, inwiefern sich die tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen ab der 2. Hälfte des 3. Jahrhunderts im Bestand, in der Beschaffenheit und in der Verwendung der Steindenkmäler widerspiegeln. Besonderes Interesse gilt der Datierung und Kontextualisierung spätantiker provinzialrömischer Plastik und den Übergängen zum Frühen Christentum.

– Neufunde und aktuelle Themen
Im Rahmen der Veranstaltung können darüber hinaus Neufunde vorgestellt und zur Diskussion gebracht werden. Hier bietet sich auch die Möglichkeit, Einblicke in laufende Forschungsprojekte und akademische Arbeiten zu geben.